Aktuelles zum 3P-Projekt

22.09.2019, Das Finale: Ankunft in Perpignan und am Mittelmeer 🏆🏆🚵‍♂️🚵‍♂️😁😁🎯🎯💪💪

Heute starten Rainer und ich zur letzten Etappe. Wir haben von Catllar bis Perpignan ca. 45km in ebenem Gelände vor uns. Das ist jetzt zum Ende der Tour ein gutes Gefühl. Einfach locker radeln ohne Gedanken über Krafteinteilung zu machen. Wir bemerken, dass es am Rand der Pyrenäen sehr schön ist und unsere Blicke schweifen zurück in die Berge. Hier ist es sonnig, die Berge sind wolkenverhangen. Jetzt ist es schon urig, von den heute wolkenverhangenen Bergen Abschied zu nehmen. Das war’s – tschüss ihr herrlichen Berge, die ihr so weit weg von daheim seid. Gleichzeitig genießen wir die Fahrt auf ruhigen Landstraßen durch Obst- und Weinbaugebiete. Anfangs durch alte, zum Teil etwas verwaiste Dörfer, später durch Dörfer, die eigentlich nur Bungalow-Siedlungen sind. Wie bei uns: auf dem Land, aber in angemessener Entfernung zur Großstadt ist der Baugrund erschwinglich. Welch Gegensatz zu den abgelegenen Bergdörfern, die wir gesten noch gesehen haben. Dann nähern wir uns Perpignan. Bereits Kilometer davor werden wir auf einem zweispurigen Radweg in die Stadt geführt. Nur bei den Kurven müssen die Franzosen noch lernen: enge rechtwinklige Abknickungen in nicht einsehbare Unterführungen von Schnellstraßen sind recht konfliktträchtig. Nur gut, dass wir heute so gut wie allein unterwegs sind. Wir navigieren Richtung Rathaus, fahren am Castelet (einem Kultur- und Heimatmuseum mit Turm aus dem 14. Jh) vorbei. Da wartet Lore auf uns und macht ein ein paar Fotos zum Beweis: wir sind am Ziel!

Und weil wir in Biarritz am 31.08. mit Fotos am Atlantik gestartet sind, fahren wir natüllich noch die 15 km von der Stadt zum Strand. Schlechtes Wetter kommt auf, das Mittelmeer hat ungewöhnlich hohe Wellen. Wir werden morgen und übermorgen Strandspaziergänge machen und dabei kann ich anfangen zu reflektieren, was dieses 3-er-Team erlebt hat. Noch kann ich es nicht ermessen.

Ich kann nur meiner Schwester Lore und meinem Schwager Rainer ein superfettes Dankeschön zu sagen, dass sie dieses Projekt mit mir gemacht haben. Und Lenny war immer ein lieber Hund, hat alles super mitgemacht. Liebe Lore und lieber Rainer: ohne euch hätte ich das nie machen können! Merci beaucoup à vous deux!! ❤️

Fazit in Zahlen: 750 Kilometer und 16.000 Höhenmeter. Die Pässe haben wir nicht gezählt.

21.09.2019, Vorletzte Etappe: Vom Col des Moulis, Col du Garavel und Col de Jau nach Catllar 🚵‍♂️🚵‍♂️💦

Ich habe Muskelkater, die Oberschenkel tun weh. Heute steht die vorletzte Etappe an. Noch einmal einen Pass bezwingen. Die Wettervorhersage ist nicht optimal. Bisher hatten wir Glück mit dem Wetter, doch dieses Wochenende soll es nass werden.

Da wir ein letztes Mal umziehen von Ax les Thermes nach Argelès-sur-Mer, müssen wir alles im Auto verstauen. Es ist kühler, aber noch trocken, als wir um 11h losradeln. Nach wenigen Metern beginnt eine moderate Steigung zu einem „kleinen Vorpass“. Meine Beine sind müde und ich keuche nach oben. In 4 km haben wir den Col du Garavel (1.256m) erreicht. Wir müssen nun auf 880 m abfahren um uns dann 11 km zum Col de Jau hochzuarbeiten. Meine Beine sind noch immer müde, aber die Atmung kontrollierbarer. Die Steigung ist moderat, keine supersteilen Rampen. Die Luft wird feuchter, ab und zu nieselt es und dann kommen wir in die Wolken-Nebel-Zone. Da sind Erholungspausen schwierig, daher radeln wir die letzten 4 km durch. Ich halte mich immer genau an der Grenze „noch beherrschbar“. Ich bin nass, aber davon merke ich nicht viel.

Auf dem Col de Jau ziehe ich mich rasch in einem kleinen Unterstand um. Die Abfahrt hat eine völlig neue Qualität: durch dichten Nebel mit teilweise 20m Sicht schleichen wir abwärts. Das hier ist „heiteres Straßenraten“ – nur nicht von der Straße kommen. Nach einigen km sind wir aus der Nebelzone und trinken in Mosset einen Kaffee zum Aufwärmen. Zum Schluss der Etappe fahren wir noch an einer grandiosen felsigen Schlucht entlang bis Catllar. Lore ist fast zeitgleich mit unserem „Servicefahrzeug“ vor Ort und wir können zu unserer letzten Unterkunft in Argelès-sur-Mer fahren. Ich fühle mich entspannt: dies war der letzte Pass! 💪💪Morgen geht’s auf ebener Strecke nach Perpignan ans Mittelmeer. Rainer kocht Linguine Frutti di Mare und wir gönnen uns einen Schluck Weißwein von der „Côte Catalane“. 🍷🍷

19.09.209, Von Ax des Thermes über den Col de Pailhères zum Col des Moulis

Ich liege nachts recht lange wach, mir gehen die vergangenen Tage und alles mögliche durch den Kopf. Gegen morgen schlafe ich tief ein und werde später als sonst wach, fühle mich aber fit. Nach dem Frühstück brechen Rainer und ich zügig auf, da die Wettervorhersage für die Eroberung des 2000 m hohen Pyrenäenpass sehr unstabil ist.
Die Steigung geht gleich los, ich fühle mich gut, fahre nicht schnell, da wir noch etl. Höhenmeter und Kehren vor uns haben. Nach ein paar Metern kommt die Sonne raus. Rainer fragt: „Hast du dich eingecremt?“ „Nein.“ Ich schaue in meine Lenkertasche - kein Sonnenspray und meine Tabletten hab ich auch vergessen. Normalerweise packe ich abends alles ein. L Ich fragte Lore, ob sie mit dem Auto nachkommen könne, mir die Medikamente bringen. 10 Min. später ruft sie an, sie habe keinen Autoschlüssel. Rainer hatte beide. Also radelte Rainer wieder zurück und ich fuhr ein Stück weiter bis zu einer Parkmöglichkeit um zu warten. Ich wollte den Pass umtaufen in Col de Dépannage des Pensées (Pass der gedanklichen Pannen).

Bald tauchen die beiden auf und Rainer und ich starteten bei km 6 noch einmal in Richtung Passhöhe. Ich fühlte mich richtig gut. Kein linker Oberschenkel tat weh, keine oberflächliche Atmung. Ich hatte in den Tagen zuvor den Eindruck, dass ein reichliches Frühstück auf die Atmung drücken kann, wenn es gleich steil bergauf geht. Deshalb hatte ich lediglich einen Apfel und ein Stück Baguette mit Marmelade gegessen. Der Körper hat genug Reserven bei Rainers Kochkünsten und meinem Appetit.

Die Anfahrt zum Pass ist 19 km lang. Anfangs sind es 6-8 % Steigung, die kann ich super in meinem Tempo fahren, fühle mich nicht überanstrengt. Die letzten 7–8 km werden dann steiler, kürzere Abschnitte bis über 10%. Da mache ich zwischendurch eine ca. 5 sec lange Atempause bis zum nächsten Kilometer. Dort machen wir - schon in alter Tradition – gemeinsam eine kurze Erholpause von 2-3 min. Weiter oben kommt Wind auf. Ich fühle mich gut, will aber das Tempo nicht anziehen und Rainer wartet am Pass auf mich.Wer hat eigentlich diese zauberhaften Pyrenäenlandschaften gemalt? – herrlich der Blick über diese Abfahrt! Eng an den Berg geschmiegte Haarnadelkurven mit einem unbeschreiblich schönen Blick in Richtung Osten. Ich mache ein paar Fotos, da kommt auch noch eine Herde Pferde vorbei, alle laufen über die Wiese. Windjacke übergestreift und weiter geht’s. Nach ein paar Kurven nähern wir uns schnell zwei Motorrädern. Das erste der beiden, mit Sozius, offensichtlich eine Addition von Anfänger und Bergschiss. In den Haarnadelkurven bleibt die Maschine fast stehen, droht zu kippen. Nach ein paar Kehren lassen sie mich vorbei und ich habe freie Fahrt auf der schmalen Straße mit den geilen Kurven! Meine Bremsen lassen sich super dosieren und so schwinge ich mich Richtung Tal. Da diese Abfahrt so viel Spaß macht, habe ich unterwegs null Bock auf Fotostops.

Weiter unten kommen wir an kleinen Pyrenäendörfern vorbei und dann taucht vor uns auf einem Felsen eine Burgruine auf. Die ist ein paar Fotos wert. Das Wetter hält sich und wir beschließen für die nächste – unsere vorletzte - Etappe schon etwas vorzufahren und radeln auf einer dicken Schicht frischen Schotters bis zum Col des Moulis.

Fazit von Donnerstag, 19.09.: 46 km und 1.514 hm – das ist Tourrekord, mehr als auf den Tourmalet (da hatten wir am Vortag schon 300 hm aufwärts gemacht) oder den Aubisque.

Freitag ist Ruhetag und am Samstag radeln wir bis Prades über Col de Jau unseren letzten Pass. Sonntag geht’s dann nur noch bergab nach Perpignan. Ich weiß jetzt schon: einerseits bin ich geschafft, mehr als auf bisherigen Touren und andererseits kam das Ziel jetzt doch schneller näher, als noch vor einigen Tagen gefühlt.

18.09.2019, Von Auzat nach Ax-les-Thermes 🚵‍♂️🚵‍♂️😔

Ich fühle mich heute morgens steif, hab wenig Power. Gott sei Dank, es geht nur über Tarascon nach Ax-les-Thermes ohne einen Pass. Erst gehts gleichmäßig bergab bis Tarascon, dann nach Ax etwas bergauf – eigentlich immer an der Nationalstraße N20 entlang, eine der großen Verkehrsadern Richtung Andorra und Spanien. Zu Beginn fanden wir eine Nebenstraße, doch dann müssen wir doch auf die N20. Mega Verkehr von Motorrrädern bis Schwerlastwagen, von vierspuriger Schnellstraße bis Engstellen in Ortsdurchfahren. Ich fühle mich kraftlos.

Normalerweise fährt Rainer mit seinen Sprintermuskeln öfter mal ein Stück voraus. Doch heute ist er schon nach 2 min 1 gefühlten km voraus. Vielleicht stecken mir doch die Höhenmeter der letzten Wochen in den Knochen. Wir wollen kurz vor Ax wieder auf eine Nebenstrecke über Perles-et-Castelet nach Ax fahren. Die Straße ist gesperrt, da die Brücke über die Ariège gesperrt ist. Wir versuchen es trotzdem, aber die Brücke ist dicht. Wir müssen wieder auf die N20. Nach ein paar Km gibt es eine Umleitung zu „unserer“ Nebenstrecke. Bald sind wir in Ax-les-Thermes. Wir machen es uns am Place du Brelh in einem Bistro gemütlich und verabreden uns mit unserer Vermieterin. Wir haben eine sehr geschmackvolle, restaurierte Aktbauwohnung in einem versteckten Winkel in der Altstadt. Heute war nicht mein Tag. Ich gehe früh ins Bett morgen geht's über den Col de Pailhères.

16.09.2019, „Doppelpass“ von Aulus les Bains über Col d’Agnes, Port de Lers nach Auzat

Der Tag begann mit einer Autofahrt zum Start in Aulus les Bains: heute fahren wir mit dem Rad zu unserem Ferienhaus in Auzat. Ich fühle mich eigentlich wohl, aber als der 1. Kilometer mit durchschnittlich 10,5 % beginnt, werde ich sehr schnell kurzatmig. Das liegt mir nicht, so ohne warmfahren gleich in die Maximalkraft. Die ersten zweieinhalb Kilometer schaffe ich nur 100 oder 200 Meter und muss dann kurz stoppen und meine Atmung wieder beruhigen. Danach geht es besser, dann kann ich mit Rainer immer 1 Kilometer fahren und nach einer kurzen Pause wieder weiter. Als wir noch gut 2 Kilometer bis zum Pass haben, werden meine Muskeln etwas müde. Tut doch gut, mittlerweile nach 2 Tagen einen Ruhetag einzulegen. Wir sind ja auch schon 560 km /13.000 hm geradelt.

Bei diesem Pass zeigt sich, trotz der Anstrengung macht es großen Spaß, weil es wieder grandiose Aussichten gibt. Die Umgebung ist abwechslungsreich: bei der Auffahrt zum Pass kann man anfangs ins Tal nach Aulus les Bains schauen. Zwischen Col d’Agnes und Port de Lers fährt man in ein Hochtal mit sanften Hängen, die entweder einen Bergwald beherbergen oder Bergwiesen, auf den Kühe grasen oder auch gemütlich über die Straße tapsen. Aus dem Tal sind es weniger als 300 hm bis zum Port de Lers. Von da können wir uns nach Auzat hinuntertreiben lassen, lange Zeit durch einen schönen dichten Bergwald. Der Tag war schweißtreibend bei schwülwarmem Wetter mit 33 km /1.014 Höhenmeter. Am 17.09. machen wir einen Ruhetag mit einem Ausflug zur ehemaligen Katharerburg Montsegur.

15.09.2019, Castillo nach Aulus über den Col de la Corte

Freitag nach dem Frühstück ging’s erst via Auto von unserer 3-Tages-FeWo nach Castillo en Couserans (hier haben Dörfer Namen wie Romantitel).Da es zu unserer bereits absolvierten Fahrradstrecke über Passstraßen keine Alternativen gibt, fahren wir eine dreiviertel Stunde von Kurve zu Kurve. Um 11 Uhr geht’s dann per Rad weiter zum Zielort Aulus les Bains über den Col de la Core. Fahrtechnisch ist er das Gegenteil des Col de Menté: mehr als 15 km müssen wir etwa 800hm überwinden und das über eine relativ gleichmäßige Steigung von maximal 8%. Das passt mir gut, denn ich bin nicht in Topform. Wir genießen die wunderschöne Landschaft um den Pass. Nach der Abfahrt nach Seix gibt’s am Markt ein hausgemachtes Eis, bevor wir gemütlich im schönen Vallée du Garbet nach Aulus les Bains radeln. Unterwegs machen wir noch ein kleines Vesper am Bach. Trotz des Passes war es eher ein Genussradeltag.

Fazit: 48 km, 1.075 hm

14.09.2019, „Ruhetag“ mit Lore und Rainer in den spanischen Pyrenäen 🏃‍♀️🏃‍♂️🏃‍♂️🐕⛅️🌺⛱

Der Samstag begann im Morgenlicht mit einem tollen Blick aus dem Fenster auf den Berg Le Mourtis. Heute wollen wir nach Val d’Aran in den spanischen/katalanischen Pyrenäen, nur wenige Kilometer von uns entfernt. Wir fahren in Richtung nach Salardù, von dort dann auf eine abenteuerlich schmale offizielle Straße hinein ins Gebirge. Von dort geht’s dann mit einem Bergtaxi zum Fuß des Cirque de Colomers.

Dann sind wir einen felsigen, teils steilen Pfad nach oben gestiegen in eine grandiose Hochgebirgswelt. An einem Stausee konnten Rainer und ich uns weiter vorarbeiten zu einer Berghütte und die Aussicht genießen. Ich fand den Weg für „Ruhetag“ ganz schön anstrengend. Meine Schwester Lore ging dann noch mit Hund Lenny einen Rundweg um mehrere Bergseen. Es zwar kein reiner Ruhetag, aber ein absolut lohnender Ausflug. Auf dem Rückweg fuhren wir den Col de Menté mit dem Auto hinauf, den wir am Donnerstag mit dem Fahrrad hochgeradelt sind. Wir waren erstaunt, dass wir es dort hoch geschafft hatten!

Eine Zwischenbilanz - Axels stilles 3P-Team

Wir drei - meine Schwester Lore, mein Schwager Rainer und ich sind nun schon seit 2 Wochen unterwegs. Es ist Zei eine Zwischenbilanz zu ziehen. Denn mir war schon zu Hause klar: Du kannst dich nicht einfach auf’s Rad setzen und losradeln. Ohne dieses Team würde das Projekt mit Tour-Planung und Background nicht funktionieren.

Rainer: Mit seiner tour-planerischen Kompetenz macht er täglich die Feinplanung. Ich hatte ursprünglich nur eine Route ausgesucht. Aber wir müssen hier gut planen: wo beginnt die nächste Steigung? Wollen wir ein Stück davon am Nachmittag „mitnehmen“ oder kommen gleich 2-stellige Steigungen, ohne dass wir uns warm fahren können? Mit seinem phänomenalen Gedächtnis weiß Rainer immer, wo unser Ziel ist und wie es heißt und er ist obendrein noch ein bärenstarker Bergfahrer. J
Lore: Sie fährt uns immer zum Start und holt uns vom Etappenziel ab. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Unser Konzept funktioniert so, dass wir uns immer an strategisch möglichst günstigem Ort ein Ferienhäuschen für ein paar Tage mieten. So müssen wir nicht täglich packen, können selbst kochen (das kann Rainer auch meisterlich) und auch mal etwas waschen. Nun möchte Lore aber in ihrem Urlaub auch mal wandern. Da ist die Zeit täglich sehr begrenzt und sie ist immer in dem Bewusstsein unterwegs, dass sie bald wieder los muss. Denn wenn sie 30 km fährt, geht dabei eine 3/4 Std. drauf. Lore plant und bucht auch alle unsere Unterkünfte. Es ist daher nicht selbstverständlich, dass ich jeden Morgen zu einer gut geplanten Etappe aufbreche.

Das ich alle Berge bisher geschafft habe, hat auch etwas mit meiner mentalen Einstellung zu tun und mit den Motivationstäschchen meiner Frau Bärbel. Sie hat für jeden Tag eine Motivationskarte vorbereitet. Ich nehme jeden Morgen eine Karte mit einem Motivationsspruch heraus verbunden mit einem liebevollen, herzenswarmen Kommentar auf der Rückseite. Oft, wenn ich mich bergauf quäle oder eine abenteuerliche Abfahrt vor mir habe, denke ich an meine Karte und es gut zu wissen, dass Bärbel bei mir ist.

Dank Euch funktioniert das 3P-Projekt so gut und erfolgreich! Dafür bin ich unendlich dankbar, liebe Lore, Rainer und Bärbel!

13.09.2019, Col de Menté nach Castillon en Couserans 🚴‍♂️🚴‍♂️☀️💪💪🐑🐑

Nach der Bergankunft am Col de Menté starten wir mit einer Abfahrt. Durch etliche Kehren windet sich der Col de Menté etwa ebenso steil nach Osten runter wie er nach Westen ansteigt. Nach einem kurzen Anstieg kommen wir an den Fuß des Col de Portet d’Aspet. Das Schild zeigt: durchschnittliche Steigung 9,7%. Wieder hammersteil, 4 km/400 hm. Der Einstieg beginnt mit einer extrem steilen Rampe. Auf der Rückfahrt mit dem Auto zu unserer FeWo sehen wir später Schilder mit „17%“. Kein Wunder, dass wir die Steilstücke noch treten konnten.

Unten am Pass ist ein Denkmal für Fabio Casartelli, der 1995 bei der Tour de France tödlich verunglückte, weil er bei einem Sturz mit dem Kopf auf einen Begrenzungsstein stieß. Diese Steinmauern am Straßenrand gibt es noch sehr häufig in den Pyrenäen, alternativ dazu gar keine Begrenzung. Ein Grund mehr für una vorsichtig und auf Sicht zu fahren
Vom Pass geht es wieder lange bergab und bald kommen wir ins Département Ariège. Hier sieht die Landschaft lieblicher aus, geschwungenere Formen und die Berge weniger hoch. Bei einem Dorf kommen wir an einer Wiese vorbei, auf der eine Menge kleiner Lämmer herumlaufen. Wir wundern uns, so viele Lämmchen im September?

Wir beenden die Etappe in Castellion en Couserans. Auffällig sind einige Häuser mit farbenfrohen Fensterläden. Heute genießen wir einen Ruhetag. ☀️🍷🍷😎

12.09.2019, Col de Peyresourde & Col de Menté 🚴‍♂️🚴‍♂️☀️💪💪

Am Morgen recht früh war klar, dass dies ein schöner Tag werden würde, zumindest was das Wetter betraf. Am Boden war es neblig und die Berge zeigten sich mehr und mehr im Sonnenlicht. Ein wunderschöner Ausblick aus unserem Ferienhäuschen. Wir starteten bei Louderville an der Straße zum Col de Peyresourde, gut 5 km/400 hm unterhalb der Passhöhe. Dort hatten wir gestern Radel-Feierabend gemacht. Anfangs mit Jacke über dem T-Shirt, legten wir diese bald ab und radeten der Sonne entgegen bei Steigungen von 7-9 % mit malerischen Blicken auf schneebepuderte Berge im Vormittags-Licht. Der Pass ist die Grenze zwischen den Departements Haute Pyrénées und Haute Garonne. Nach kurzer Pause im Bergrestaurant genossen wir die ca. 20 km lange Abfahrt auf guter Straße.

Eigentlich hatten wir das Etappenziel in Saint Beat geplant, am Fuße des Col de Menté. Da wir aber früh dran waren und uns fit fühlten, gingen wir den Pass an in der Gewissheit: wir waren schon auf dem Tourmalet, der ist 2.100 m hoch und dieser kleine Pass nur 1.350 m. Auf der Karte waren zwar etliche Doppelpfeile für stärkere Steigungen eingezeichnet und unten stand ein Schild für Radfahrer „durchschnittliche Steigung 9,5%“. Aber das schockte uns – noch nicht. Aber es ging gleich hammerhart los. Die ersten zwei Kilometer bis Boutx waren schon hart mit durchgehend 10% und mehr. Danach 9-10% Steigung. Wir konnten immer nur kurze Stücke fahren, die Muskeln wollten nicht so richtig, der Atem wurde kurz und mein linkes Bein schmerzte nach wenigen Metern. Nach kurzer Pause ging es wieder. Das Motto: „Hauptsache bergauf“ wandelte sich zu „Schnauze voll, wie weit ist das noch bis oben“. Ich teilte Rainer mit, dass ich „platt“ sei. Puh, was für ein Kampf. Doch gut 2 km vor dem Pass waren die Schmerzen plötzlich weg, der Atem war gerade kontrollierbar und ich zog in eins durch bis oben hin. Nur nicht stehen bleiben. Oben am Pass waren wir uns einig: das war unser bisher härtester Pass“. Fazit: 50 km und 1.274 hm.

Wir schlugen den Pass im Quäl-dich Pässe-Lexikon nach und siehe da: „wer keine steilen Pässe mag, sollte den Col de Menté nördlich umfahren. Mit durchgängig fast 10% ist er ein echt harter Brocken.“ Ok, aber geschafft haben wir ihn. Morgen wird es wirklich einfacher und Samstag schonen wir wieder unsere Beinmuskeln.

11.09.2019, Von Sainte Marie de Campan zum Col d‘ Aspin

Zu Beginn war es recht kühl und regnerisch und die Dunstschwaden verschwanden nur zögernd. Heute ging es von Sainte Marie de Campan zum Col d¹Aspin. Kaum gestartet, dann die erste Zwangspause: eine große Schafherde zog über die Straße. Die Straße stieg moderat an, was mir heute entgegen kam. Ich fühlte mich nicht in Topform ­ lag vielleicht am letzten Schluck Rotwein mit meiner Schwester. Da taten mir auch ein paar Fotostops gut: bei dem kühlen Wetter war der Regen auf den höchsten Bergen der Umgebung als Schnee herunter gekommen. Famose Ausblicke!

Weiter oben wurde die Straße steiler, allerdings nie< mehr als 9%. Für die Abfahrt streiften wir uns eine langärmelige Jacke über und dann ging es bis Arraeu hinunter. Die nächste Etappe führt von dort über den Col de Peyrisourde und so fuhren noch bis auf 4 km an die Passhöhe heran. So haben wir heute wieder 1.112 hm geschafft.

Heute haben wir Halbzeit unserer Tour. Bisherige Bilanz: 390 km und 8.972 hm!

09.09.2019, Der Tourmalet – die Königsetappe 🚴‍♂️

Um 10:45 Uhr starten wir dort, wo unsere gestrige Etappe endete. Es geht gleich zu Sache => bergauf.🚴‍♂️🚴‍♂️ Eigentlich habe ich lieber ein paar flache Kilometer zum Aufwärmen. Ich starte daher betont langsam mit möglichst wenig Kraftaufwand in kleinem Gang und nehme rechtzeitig meine Parkinsontabletten und etwas Magnesium. Anfangs geht es durch ein breiteres Tal, dann wird die Straße steiler. Hoch am Hang kann ich die Serpentinen sehen. Da oben muss ich rauf? Sieht das steil aus – Respekt! 💪💪💪

Doch als wir näher kommen, geht es zwar gut bergauf, aber wir kommen weiter und machen an jedem Kilometer-Schild eine Pause. Das ist eine kleine Motivation. Wir sehen jedes Mal: wieder einen Kilometer dem Ziel näher, wieder ein paar Höhenmeter weniger. Bei 15 km und 1.300 hm sind wir gestartet. Oben wird es deutlich steiler, die Pausenabstände auch mal kleiner. Ab und zu auch ein Blick zurück: dieser Pass sieht schon abenteuerlich aus. Die letzten Kilometer legen noch einmal richtig zu. Dann kommt ein paar hundert Meter vor dem Pass die berühmte steile Rampe: hier greifen bei der Tour de France die Bergkönige an, entweder um den Etappensieg oder einen Platz auf dem Podium in Paris. Ich gebe mich zufrieden, vor der Rampe noch einmal Luft geholt zu haben und durchzukommen. Ich freue mich, als mir eine bergabfahrende Frau zuruft „only 200 meters!“.

Natürlich müssen Rainer und ich Siegerfotos unter der berühmten Radlerstatue machen – wie jeder, der hier ankommt.😁 Nach einer kurzen Einkehr ziehen wir die Jacke an und machen uns an die Abfahrt. Nach gut 2 Stunden bergauf macht es Riesenspaß, in einer 1/2 Std. hinunter nach St. Marie de Campan zu gleiten. Dienstag 10.9. machen wir einen Ruhetag am 11.9. starten wir in Marie de Campan auf zum Col d’Aspin.

08.09.2019, Tourmalet Annäherung & Cirque de Gavarnie

Am Tag nach dem Col dŒ Aubisque hatten wir einen Ruhetag. Am Sonntag, 8.9. sind wir eine kleine Etappe geradelt, bis zu einem Parkplatz zwischen Esterre und Barèges in 800m Höhe. Somit haben wir uns dem Tourmalet schon etwas genähert. Die kürzere Etappe gab uns die Chance, einen Nachmittagsausflug zum Cirque de Gavarnie zu machen. Die Pyrenäen sind eine so faszinierende Landschaft. Dieser Felsenkessel mit dem riesigen Wasserfall ist einfach atemberaubend!

06.09.2019, Über den Col d‘ Aubisque 🚴‍♂️🚴‍♂️💪 ☀️

Wir starten bei sonnigem Wetter in Bielle in Richtung Laruns. Ich bin angespannt, habe Respekt vor dem Pass. Auf der Karte sind Abschnitte mit 3 Steigungspfeilen zu sehen: > 13%. Ich fahre die ersten Kilometer betont langsam. Wir umfahren Laruns und den Fuß des Passes. Als wir auf die Passstraße stoßen sind es noch 12 km bis oben. Na denn, los geht’s! Ich merke, es geht besser als in den ersten Tagen. Dann kommt ein Schild: 13%. Kleinster Gang - immerhin 22 zu 36 Zähne - und gleichmäßig treten, ruhig atmen. Ich spüre die Anstrengung, aber Puls und Atmung fangen nicht an zu „fliegen“, wie an den anderen Tagen. Und ich kann mit Kraft treten. Super, ich freue mich riesig. Das bleibt die ganze Strecke so. Ich kann lange fahren, ohne anhalten zu müssen. Weiter oben merken wir, dass wir in den Hoch-Pyrenäen angekommen sind. Eine grandiose Hochgebirgslandschaft! Ab und zu neben der Straße tiefer Abgrund und – anders als in den Alpen - keine Leitplanken o.ä. Weiter oben wird es immer kälter und feuchter. Schließlich müssen wir 2 km vor dem Pass eine Jacke überziehen. Oben am Pass schnell ein, zwei Fotos und im kleinen Bistro einen heißen Tee zum Aufwärmen. Bei der Abfahrt ist mir anfangs so kalt, dass das ganze Fahrrad wackelt. Trotzdem ein paar Fotostops - gut, dass moderne Kameras eine Bildstabilisierung haben. Dieses mal nicht Parkinson die Ursache des Zitterns, nur die Kälte. Ich bin froh, dass es gleich zum Col du Soulour noch einmal bergauf geht, das wärmt durch. Und dann freue ich mich über eine tolle Abfahrt auf gutem Asphalt mit gut ausgebauten Kurven. Am liebsten würde ich langsame Autos überholen, aber ich bin 67 Jahre, Ehemann, Vater und „Opi“ - und fahre ganz vernünftig hinterher. Dieser Pass war ein tolles Erfolgserlebnis!

Und dann erfahre ich von Stephanie Heinze, Hilde-Ulrichs-Stiftung, dass für das 3P-Projekt eine 3.000-Euro (!) Spende eingegangen ist! Das motiviert doppelt. Am Sonntag, 8.9. fahren wir eine leichte Zwischenetappe bevor es dann am Montag über den Tourmalet geht.

04.09.2019, Bergetappe zum Col du Soudet

Start um 10h es wird herbstlich... wir fahren die ersten km mit leichter Jacke. Die Route führt über ein wunderschönes Tal über Saint Engrâce, vorbei an der Gorges de Kakouhetta zum Pass. Am Taleingang steht das 1. Schild: die Route des Cols ist für Radfahrer beschildert mit Entfernung zum Pass und durchschnittlicher Steigung: Länge 21,7 km bei durchschnittlicher Steigung von 5,6%. Die Steigungsangaben sind allerdings irreführend. Kommst du aus einem Abschnitt mit 12% freust Du dich über das nächste Schild, auf dem 8 % Steigung steht. So kann das in der Realität bedeuten: es geht ein Stück eben oder bergab, dafür geht es dann im zweiten Abschnitt umso steiler bergauf. Also: Schilder vergessen und fahren, was kommt. Einen solchen Pass fahre ich ohnehin nicht mehr durch. Bei 12 oder 13% bin ich doch schon dicht an meiner Leistungsgrenze: ich fahre ein Stück, bis die Atmung zu hektisch wird und mache eine kleine Pause, bis es wieder besser geht. So viel zum Pässe fahren mit 67 Jahren.

Die Quälerei ist schnell vergessen: wenn man aus dem Tal langsam nach oben steigt und mit grandiosen Ausblicken belohnt wird. Diese Landschaft ist herrlich! Umso mehr schmerzt es, als mein Schwager Rainer und ich vom Pass noch ein Stück weiter fahren, rein in den Wintersport-Ort La Pierre Saint Martin. Der Ort ist in seiner Hässlichkeit kaum zu überbieten mit Hotelburgen und wenigen Chalêts. Immerhin hat ein Hotel ein geöffnetes Restaurant. Schnell ein Getränk und dann ein Stück bergab zum Col de Labaye. Unser Startpunkt für die morgige Etappe. Schafe oder Kühe neben oder auf der Straße kennen wir nun schon, aber heute stand ein Pferd - nicht auf dem Flur - aber an der Straße und graste.

Heute waren es zwar wieder nur etwas über 30 km, aber dafür 1.317 hm. Morgen haben wir eine Zwischenetappe: ca. 55 km und 620 hm. Wir schonen uns für Freitag: mit dem Col d‘ Aubisque wartet einer der „heiligen Pässe der Tour de France“ auf uns. Da werden wir alle verfügbaren Kräfte brauchen.

02.09.2019, Saint Jean-Pied-dePort & Col d‘Iraty 🚴‍♂️

Erst Bummel durch die Altstadt der berühmten Pilgerstadt Saint Jean-Pied-de-Port. Um 12:00h Start vom Zielpunkt der 2. Etappe – die schön, aber nicht schwierig war – in Mendive zum Col d’Iraty. Nach den ersten beiden Etappen bildte ich mir ein „alles gar nicht so schwierig“. Ich wurde eines besseren belehrt. Der Anstieg zum Pass ist 17km lang, die Steigung zwischen 8 und 12%: Weiter oben dann „Erholungsabschnitte“mit 6%. Fazit: ich habe gefühlt noch nie so viele Atem-Erholungspausen gemacht und meine Beine waren zum Schluss etwas kraftlos.

Aber bei all der Anstrengung wurden wir von herrlichen Ausblicken in die Pyrenäen-Landschaft belohnt. Dauernd anhalten, um zu fotografieren geht leider nicht.

Zum Schluss eine sehr steile Abfahrt auf rauhem, unebenem Asphalt mit Schafen mitten auf der Straße, die völlig entspannt liegen bleiben. Das ist dann eine Konzentrationsleistung. Die Etappe in Zahlen: 42km, 1.300hm, höchster Punkt am Pass 1.325 m Ruhetag am Dienstag! Am Mittwoch kommt eine mindestens so anstrengende 4.Etappe. Aber wir befinden uns ja auf der „Route des Cols“: Straße der Pässe. Die 5. Etappe wird dann etwas schonender.

30.8.2019, Ankunft in Biarritz + 31.08.2019 1-Etappe vom Atlantik in die Vorberge

Nach 13-stündiger problemloser Fahrt nach Biarritz Ankunft am Abend. Gleich zum Strand und zum Atlantik und haben den Sonnenuntegang noch mitbekommen.

Samstag, 11h Start der 1. Etappe. Es ist zwar nicht mehr heiß, aber mit ca. 25°C schwülwarm. Ganz selbstverständlich geht es vom Strand schon in Biarritz gut bergauf durch schmale Sträßchen. Die Ortschaften reihen sich lange aneinander, bald ein bunter Mix alter Bauernhöfe und neuer Bungalows, immer recht gut bergauf-bergab. Dann wird es ländlicher und die Steigungen werden länger.

Nach gut 20 km erreichen wir die spanische Grenze (das 1. Mal in meinem Leben auf spanischem Boden). Auffällig auf beiden Seiten der Grenze: neben dem französischen oder spanischen Ortsnamen immer der baskische. Die gemeinsamen keltischen Wurzeln verbinden. In Spanien gehts das erste Mal auf einen kleinen Pass. Ein längerer Anstieg, der bei dem schwülen Wetter (Niesel oder Nebel) den Schweiß laufen lässt. Wir werden mit einer schönen Abfahrt belohnt und lassen uns mit dem Auto abholen und in unsere kleine Ferienwohnung für 2 Tage im schönen St. Jean-Pied-de Port kutschieren. Fazit der 1. Etappe: 52 km 997 hm ist schon ganz schön. Es sah auf der Karte flacher aus.

29.08.2019, Mit Schutzengel, Bergtrikot und Co ausgestattet

Eigentlich will ich nur eine schöne und anpruchsvolle Radtour machen und für die Parkinsonforschung Spenden sammeln. Mit guten Wünschen ausgestattet wie ein Astronaut: Schutzengel am Fahrrad, am Fahrradschlüssel Foto meiner Enkel, ein Bergtrikot (das ich tragen darf, wenn ich den 1. der 23 Pässe gemeistert habe), im Gepäck etliche Glückwunschkarten und eine ganze Tasche voller Herzenskarten von meiner Bärbel. Heute morgen gings mit Freunden und dem OB Klaus Mohrs zum Bahnhof. Und alle haben mich herzlichst verabschiedet.

Nun muss ich eigentlich nur noch anständig fahrradfahren, kurbeln, pedalieren - was auch immer. Ich melde mich wieder aus dem Baskenland: das wird ncht nur eine Radtour. Bin gespannt auf die Menschen in den Pyrenäen von Basken bis Katalanen.

27.08.2019, Jetzt geht’s langsam richtig los!

Liebe Unterstützer, Spender & Motivatoren, der Count Down läuft! Am Donnerstag, 29.8./8:15h starte ich begleitet von „großem Bahnhof“, Herrn OB Klaus Mohrs, Freunde und Bekannte und dem ADFC, per Rad zum Bahnhof. Dann per Zug nach Stuttgart zu Schwester Lore & Schwager Rainer. Wenn alles schnell gepackt ist, können wir bereits Freitag früh nach Biarritz aufbrechen - mit dabei Hund Lenny.

Und dann werden Rainer und ich durchs Baskenland kurbeln, bis wir den Pyrenäen näher kommen. Ich bin wahnsinnig gespannt, was auf mich zukommt! Ich bin entschlossen, das Projekt zu „machen“ – habe aber noch keine Ahnung, was das Projekt mit mir machen wird. Ihr werdet es erfahren. Ich möchte mich heute schon für die tolle Unterstützung und für die Spenden bedanken. Es ist so, das treibt einen an, gibt Kraft und bewegt.

Aber das 3P-Projekt für die Parkinson-Forschung hat noch weitere Wegpaten verdient. Es gibt noch „wegpatenfreie“ Streckenabschnitte über die Pyrenäen.

16.08.2019, Kampf gegen Parkinson: Erkrankter 67-Jähriger plant Radtour durch Pyrenäen

Ein Beitrag über Axel Kuba und das 3P-Projekt vom 16.08.2019 auf SAT1-Regional. Hier kann man den Beitrag noch einmal sehen ==>> https://www.sat1regional.de/kampf-gegen-parkinson-erkrankter-67-jaehriger-plant-radtour-durch-pyrenaeen/

12.08.2019, Trainingsbericht

Der Tourstart rückt näher. 🚴‍♂️ Deshalb habe ich das Training intensiviert. Erst eine Variante „vor der Haustür“: über den kleinen Aufwärmhügel (Rieseberg) zum Elm. Die leicht zu fahrende Straße zum Tetzelstein hoch, abwärts nach Sambleben und weiter nach Ampleben und den Amplebener Berg hoch. Und dann das ganze nochmal. Das ist zwar die steilste Elmstraße und war früher bei Amateurrennen beliebt, aber es geht eben nicht so hoch. Also musste ich gestern für 460 Höhenmeter 81 km kurbeln. Mit schönen Landschaften wird man belohnt: Mit einem Blick ins Reitlingstal im Elm (dort gibt es hervorragenden Kuchen bei schönem Ausblick – wenn ich mal nicht trainiere). Neben der Bockwindmühle bei Abbenrode gibt es auch ein nettes Café, das für eine Radelpause super gelegen ist.

Gestern nochmal in den Harz, Start in Wernigerode: 49 km / 915 hm. Das ist natürlich effizienteres – und sicher auch effektiveres – Bergtraining.

Ich mag dieses intensive Bergfahren, es macht mir richtig Spaß. Ab heute kurze Trainingspause. Dann gibt es neue Ereignisse, über die ich berichten werde. 🎬🎥👍🚴‍♂️

2019.08.05+06, Training und andere Neuigkeiten

Dienstag früh in Wernigerode: Fahrrad fertig zum Start Richtung Brocken-Gipfel. Schon nach wenigen Metern klingelt das Telefon, ein TV-Sender ist am Apparat und möchte nächste Woche einen Interview-Termin und über mein Projekt zu berichten. Ein weiteres Zeitungsinterview steht auch noch an. Das ist super für die Bekanntheit des Projekts und für die Parkinsonforschung, bringt aber meinen Trainingsplan etwas durcheinander.

Am Montag war ich im Elm. Die erste Ausfahrt mit der neuen Berg-Übersetzung: In Elm sind die Straßen-Steigungen so moderat, dass ich das kleine Kettenblatt nicht nutzen muss. Kurz vor dem Tetzelstein entscheide ich mich für eine andere Route und biege nach links ab: über Lelm und Sunstedt gemütlich zurück geradelt: 61 km und 460 hm, Belastung auf der 10-er Borg-Skala: (3)-4(5).

Am Dienstag ging’s nach Wernigerode. Start verzögert, s.o. und ich musste erst einmal meinen Rhythmus finden. Das ist hier schwieriger, weil es sofort bergan geht. Also keine Zeit zum gemütlich Einradeln. Trotz der besseren Übersetzung kommt es mir heute schwierig vor. Ich kann zwar alle steileren Abschnitte durchradeln, habe mir das aber leichter vorgestellt. . Mir ging durch den Kopf: ein paar Monate vor meiner Diagnose hatte ich Angst, überhaupt größere Touren machen zu können. In Relation dazu bin ich topfit. Oben am Gipfel überlegte ich, ob ich nochmal durch diese Spazier-Schlender-Masse hindurch auf den Gipfel fahren möchte. Ich spüre schon die Anstrengung der 1. Anfahrt, aber ich will!!

Auf nach Schierke, dort nicht lange pausieren, etwas trinken und Fahrtrichtung wieder den Berg hoch. Oben angekommen, bin ich doch stolz! Am Ende des Tages habe ich 70 km und 1.420 hm geschafft!

30.07.2019, Training - Mal schnell zum Brocken

Ich montiere erst kurz vor 9 Fahrradträger und Fahrrad am Auto und fahre nach Wernigerode. Trotz aller Ruhe starte ich noch vor halb 11. Zwischen Drei Annen Hohne und Schierke kommt von hinten ein echter Oldtimer-Bus angetuckert. Zum Glück kommt eine längere Gerade bergauf und er kriecht vorbei, eine lange Pkw-Schlange hinter sich herziehend. Hinter Schierke bin ich wieder auf der eigentlichen Brockenstraße. Die erste Stufe der bergoptimierten Schaltung, das kleine Kettenblatt, ist montiert. Das geht schon besser durch die steileren Rampen.

Im oberen Teil wuseln die Massen an Spaziergängern wild durcheinander, das ist weder bergauf noch bergab einfach für Fahrradfahrer. Oben, am Kiosk beim Brockenwirt, steht eine so lange Menschenschlange, das ich mir Imbiss mit Getränk verkneife. Weiter unten geht es dann flotter zum Auto und wieder heimwärts.

29.07.2019, Urheberrecht zum Spendenberg

Ich habe bisher verschwiegen, dass die Idee des Spendenbergs mit dem durch Spenden bewegten Fahrrads von Dagmar, unserer Fundraising-Spezialistin im ADFC stammt (und nicht etwa von mir), die mich ganz zu Anfang aufgeklärt hat, was Fundraising überhaupt ist. Eben nichts essbares oder ähnliches…

Mittlerweile habe ich schon etwas mehr gelernt. Unter anderem durch gute Beratung von Herrn Malte Schumacher in Braunschweig oder aktuell von Herrn Matthias Marx im Engagementzentrum.

26.07.2019, Eben mal ein Rezept vom Neurologen holen

Am 26. Juli war es nicht ganz so heiß wie an den Tagen zuvor. Ich hatte ein Rezept beim Neurologen in Braunschweig bestellt und wollte es „mal schnell“ mit dem Fahrrad abholen: normalerweise 25 km eine Strecke in ebenem Gelände. Es war früh, gute Luft und ich dachte mir: ein kleiner Umweg über den Rieseberg und den Elm kann nicht schaden. Gedacht, getan. Zuhause angekommen war ich doch etwas erstaunt: 82 km und 580 hm. Na bitte, 2 Fliegen mit einer Klappe erwischt.

22.07.2019, Intensives Training ist angesagt 🚵‍♂️

Um 6:43h geht’s mit dem Zug nach Wernigerode dann mit dem Rad wieder auf den Brocken. Dieses mal ein Bergtest für das schnellere Rad. Zügiger Abschnitt in Richtung Schierke. Hier endet die öffentliche Straße und die eigentliche Brockenstraße beginnt. Anfangs sind die Steigungen moderat, dann folgt ein steiles Stück und ich merke, dass die Übersetzung länger ist. Die steileren Rampen auf dem Weg zum Brocken sind die Grenze meiner Muskelkraft. Oben angekommen stelle ich fest, dass ich für die Strecke bis zum Gipfel 20min schneller war. 👍😄 Dann geht’s bergab nach Schierke. Im oberen Abschnitt Massen von Spaziergängern, weiter unten ist Platz und zwischen den Kurven merke ich, dass das neue Rad bei höheren Geschwindigkeiten ruhiger läuft und ich höher beschleunigen kann. In Schierke entschließe ich mich noch einmal hinauf zu fahren aber nur bis zum Brockenbett in 900m Höhe, 240 m unterhalb des Gipfels. In Wernigerode angekommen, sehe ich das Ergebnis: 69,4 km und 1.290 hm. Aufgrund der leider chaotischen Verhältnisse an diesem Tag hat mich die Hin-/ und Rückfahrt 5 ½ und 30€ im Nahverkehr gekostet. Mit dem Auto hätte ich insgesamt 2h benötigt ☹ (von Axel Kuba)

20.07.2019, Ein sportliches Trekkingrad für das Training und die Tour

Mein ältester Sohn Malte stellt mir für das Training und die Tour sein sportliches Trekkingrad zur Verfügung: es ist von vornherein gut 4 kg leichter und hat eine sporlichere Sitzposition. Die Übersetzung der Schaltung wird noch bergtauglicher gemacht, in dem ein super-kleines Kettenblatt eingebaut wird. Eine Probefahrt schien heute schon recht zügig zu sein (es gab noch keine Messung). Test ohne große Berge: die gab es heute bei der Tour de France mit Bergankunft auf dem Tourmalet: an dem wollen wir uns auch versuchen. Da brauchen wir viele, die die Daumen drücken.

16.07.2019, Die erste längere Trainings-Tour nach dem Urlaub und Besuch aus Asien

Heute morgen ging es bei ca.14° C und recht kräftigem Wind los: wieder über den „Aufwärmhügel“ Rieseberg (ca. 120 hm) nach Königslutter. Bevor es bergauf geht, lohnt ein Blick auf den romanischen Kaiserdom aus dem 12. Jh. Dann geht es entspannt aufwärts zum Tetzelstein auf dem Elmkamm: die Straße steigt auf 6 km um 180 m an, das sind durchschnittlich 3% Steigung in seichten Kehren. So ging das heute mal ohne Mühe mit 3-4 Punkten auf der 10-er Borg-Skala einmal zum Elm und zurück: 68 km und insgesamt 550 hm (von Axel Kuba).

09.07.2019, Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs übernimmt Schirmherrschaft

Axel Kuba stellte heute Herrn Mohrs das 3P-Projekt vor. Mit dem Projekt will Axel etwas für sich selbst tun, aber auch etwas zurückgeben an Unterstützer wie die Hilde Ulrichs Stiftung für Parkinsonforschung und auch anderen Menschen Mut machen. Und das erste Mal im Leben eine Benefiztour zu fahren. Bereits nach kurzer Zeit ist Herr Mohrs von dem Projekt überzeugt und bereit, die Schirmherrschaft zu übernehmen! Er wird ein Grußwort für unsere Homepage schreiben sowie als aktiver Fahrradfahrer Axel gemeinsam mit dem ADFC Wolfsburg am 29. August zum Bahnhof begleiten, wenn es erst einmal Richtung Stuttgart geht, um von dort nach Biarritz zum Tourstart aufzubrechen.

Herzliches Dankeschön an Herrn Mohrs!

08.07.2019, Axel Kuba ist aus dem Urlaub zurück und wieder aktiv auf dem Rad und für sein Projekt

Als unterstützender ADFC-Tourenleiter bin ich bei einer innerstädtischen Radtour in Wolfsburg aktiv und hatte hier letzte Woche die Möglichkeit, mein 3P-Projekt vorzustellen. Toll, dass ADFC-Vorstand, Karin Witten, mit einer Einleitung alle dazu aufforderte, für mein Projekt zu spenden. Diese Aktion brachte 125 Euro an Spenden ein! Besonders berührt hat mich ein Spender (der anonym bleiben will) als er mir einen 50 Euro Schein in die Hand drückte mit den Worten „Ich finde deine Aktion super, dass du dich das traust“. Ich möchte mich bei allen Spender*innen ganz herzlich bedanken. Werde auch Du ab 20 Euro Wegpate. Vielen Dank 😀 (von Axel Kuba)

20.06.2019, Urlaubsgrüße von Axel Kuba ⛱⛱🚵‍♂️

Liebe Freunde und Wegpaten. Ich bin bis Ende Juni im Urlaub in Baden-Württemberg und Österreich: Wandern, Erholen und Kräfte sammeln für die finale Vorbereitung auf mein Pyrenäen-Abenteuer Das 3P-Projekt.

Im Donaubergland oder in der Baar zwischen Schwarzwald und Alb kann man wunderschön wandern – und am Bodensee chillen. VG, Axel 🌞🍹🥤🏃‍

07.06.2019, Weiteres Pyrenäen-Training (von Axel Kuba) 🚵‍♂️

Es ging mal wieder früh per Zug nach Wernigerode. Da ich in den Pyrenäen auch auf Straßen fahre, entschloss ich mich von Wernigerode auf der Straße via Brockengipfel zu fahren. Das sind schon 30km u. 950 hm mit flacheren und teilweise recht steilen Abschnitten mit ca. 13-14%. Das ist mit einem ca.16 kg schweren Rad (volles Tagesgepäck mit Verpflegung - echte Radler haben immer alles dabei) schon genug. Ich war schon neidisch auf die Rennradfahrer, die mit leichtem Gepäck an mir vorbei schwebten.

Aber mein Ziel heißt: ANKOMMEN. Und das gilt auch für die Pyrenäen. Allerdings das sollte noch nicht alles sein: nachdem ich die Brockenstraße heruntergefahren bin habe ich einen Schluck getrunken und bin ein zweites Mal bis Brockengipfel durchgestartet! Das waren noch einmal 550 hm, sportlich an der Leistungsgrenze und ein mentaler Kraftakt. Aber: oben angekommen habe ich mich sehr gefreut. Diese Strecke wird meine Trainingsstrecke für die Pyrenäen.🚵‍♂️👍 Zurück in Wernigerode waren es dann stolze 78 km & 1.500 Höhenmeter.😄

26.05.2019, man kann auch über kleinere Berge Höhenmeter machen!

Am Sonntag geht es erst einmal bei kräftigem Gegenwind nach Braunschweig: Weltrekordversuch mit walk4help – gegen Kinderarmut in der Region. Unser Keep-Moving Trainer Mirko Lorenz hat das Startgeld für die PaJuBS-Mitglieder gesponsert.

Mirko: „Ich hielt das für eine tolle Aktion.“ Wir konnten zum Weltrekord beitragen: 11.380 Teilnehmer und über eine Million Spenden kamen zusammen.

Anschließend mache ich mich auf den Weg Richtung Elm, maximal knapp 400m hoch. Ich fahre zunächst in das schöne Reitlingstal – und vergesse Fotos zu machen. Der Anstieg ist locker zu machen. Ich habe das Gefühl, schon ganz gut im Training zu sein. Dann steil bergab und über Sambleben nach Ampleben. Von dort geht die steilste Straße in den Elm hoch: ca. 10% über 3 km. Nach 60 km ist das schon recht anstrengend, klappt aber ohne Zwischenstopp. Zufrieden fahre ich nach Haus und habe 92 km und 750 hm geschafft.

23.05.2019, Treffen unserer Selbsthilfegruppe PaJuBS

Ich stelle mein 3P-Projekt vor. Bin happy dass ich die Website wieder live über Mobile Hotspot präsentieren kann. Dabei ist es still im Raum: hören sie konzentriert zu oder ist das ein Ausdruck der Langeweile?? Als ich abschließend frage, wer denn Lust hat, Wegpate zu werden, wird vorgeschlagen, Geld zu sammeln, dass PaJuBS als Wegpaten-Spende überweist. Das ist selbstverstädlich unabhängig von indivduellen Spenden, um Wegpate zu werden. Obwohl an dem Tag relativ geringe Beteiligung ist, kommen 144 € zusammen! Bei unserem Infostand am Tag darauf wird der Betrag auf 150 € aufgestockt. Ein tolles Ergebnis: herzlichen Dank an meine Selbsthilfegrupe PaJuBS!

17.05.2019, Bergtraining „Auf den Brocken“ (von Axel Kuba)

Start 6h zum Bahnhof, dann per Zug in den Harz. Um 8.30h in Ilsenburg Start der Bergetappe: Plessenburg – Bahnhof Drei Annen Hohne (Pause) - Schierke – Brockenstraße hoch bis auf den Brocken! Das war ein Härtetest: mehr geht z.Z. nicht mit Trekkingrad und Tagesgepäck (ca. 23 kg). Wetter auf dem Brocken 4°C, Nebel und kräftiger Wind. 💨 Schnell ein Fotos und bibbernd wieder zurück auf direktem Weg durchs Ilsetal. Der obere Teil war steil und mit groben Schotter, sodass kurz das Rad weggerrutscht ist. Ich blieb heil, der Fahrradspiegel opfert sich. 🙂 In Ilsenburg dann Stärkung mit Kaffee, Linsensuppe u. 🍺 und dann wieder mit dem Zug nach Hause

Bilanz des Tages: 57,1 km, 1.120 hm (!) Freue mich über diese Leitung!

15.05.2019, Meine ersten Wegpaten (von Axel Kuba)

Am 15.05. hatte der ADFC Wolfsburg e.V. zum mtl. Radlertreff eingeladen. Thema: „Inspirieren und Mut machen“. Die Vorstellung des 3P-Projektes stand als erstes auf der Tagesordnung. Ich erzählte von meinem Weg als Parkinson-Betroffener zu diesem Projekt und weshalb mir so viel an nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden liegt. Ich machte deutlich, dass ich auch mit einer ganz privaten Familienradtour diese sportliche Herausforderung hätte suchen können, mich aber bewusst für eine Benefiz-Tour entschieden habe, um Spenden für die Parkinsonforschung zu sammeln. Auf meine Frage „Wer möchte Wegpate werden?“ meldeten sich nahezu alle Anwesenden! Ich war völlig überwältigt von dieser Resonanz und erklärte, wie leicht es ist zu spenden = einfach den Spendenbutton auf der Homepage drücken. Es kamen auch Personen mit Bargeld auf mich zu. Aber man kann auch ganz konventionell mit Überweisungsträger Wegpate werden. Als Karin und Fritz erklärten, sie wollten gern meine ersten Wegpaten sein, riefen bereits Anna und André: „Axel, du hast bereits die ersten Wegpaten!“ Spontan hatten sie per Mobiltelefon eine Spende angewiesen. HERZLICHEN DANK!


v.l.n.r. neben Axel Kuba: André Müller, Anna Warnstedt, Karin Klaus-Witten & Fritz Witten

12.05.2019, 1. Bergtraining im Harz

8 Uhr früh, klar, kalter Wind bei ca.5°C, Auto mit Fahrrad startbereit. 9:15 Uhr: los geht’s in Ilsenburg im Ilsetal mit etwa 24kg Startgewicht.

Zunächst sanfte Anstieg bis zum Abzweig Plessenburg, ab hier auf 1,7km Steigung zwischen 10 und 13%, dann mal leichte, mal kurze steilere Rampen auf fester Forststraße Richtung Drei Annen, wieder bergab Richtung Wernigerode, über Steinerne Renne noch einmal steil hoch.

So, erst mal bei Sonne und kaltem Wind vespern – frisch gestärkt und zack: ein Platten! Ich repariere so gern im Wald - mit kalten Parkinson-Fingern ...aber auch bald geflickt. Und dann über Plessenburg auf altem Weg zurück. Das ist in einer sehr schönen Eisdiele neben einem MTB-Shop in Ilsenburg 2 Kugeln Eis wert.

27,4 km, 520 hm: eine schöne kleine Bergtour durch die teils sehr schönen, teils arg gebeutelten Wälder des Oberharzes.

Training für die Pyrenäen

Dr. Mareike Schwed von der Neurowerkstatt hat für mich ein Trainingskonzpt maßgeschneidert.

Im April, dem ersten vereinbarten Trainingsmonat habe ich vor allem Grundlagenausdauer in der Umgebung von Wolfsburg gemacht. Mit dem Bergtraining wird es hier in der nordeutschen Tiefebene schon schwieriger. Aber es gibt einen kleinen Hügel, den Rieseberg, mit dem ich auf knapp 40 km etwa 250 hm machen kann. Kombiniere ich diesen kleinen Berg als Vorberg mit dem Elm, dann schaffe ich bei einer knapp 70 km langen Runde 560 hm. So konnte ich im April insgesamt 521 km und 3.640 hm trainnieren.

Ich fühle mich schon recht gut. Diesen Monat werde ich die ersten Bergtrainings im Harz, dem norddeutschen Mittelgebirge, absolvieren.